Clara und das Licht, das keine Angst hatte

Alter 3–5

Als nachts die Schatten zu Riesen wachsen und draußen der Donner grollt, schnappt Clara ihre treue Taschenlampe und lernt, gruselige Formen und laute Geräusche in ein Spiel zu verwandeln, das sie selbst in der Hand hat – angefeuert von Bosco, der klugen Eulen-Nachtlampe.

Das Cover von „Clara und das Licht, das keine Angst hatte“

Der Wind klopfte. Der Regen tippte. Der Vorhangschatten wurde an der Wand ganz lang und dünn, wie ein verschlafener Riese, der sich aufrichtet und gähnt. Clara zog die Decke bis ans Kinn und saß mucksmäuschenstill.

„Hu-hu“, machte Bosco, die Eulenlampe, und leuchtete sanft auf dem Regal. „Ein Schatten ist nur Licht, bei dem etwas im Weg steht. Möchtest du es sehen?“ Clara lugte unter der Decke hervor, jetzt neugierig statt ganz zusammengerollt.

Clara fand die dicke Taschenlampe mit dem roten Gummiring. Klick! Sie richtete den Lichtstrahl direkt auf den Vorhang, und da war das Geheimnis des Riesen: nur Stoff, der im Wind schaukelte. „Leuchte los, Clara!“, jubelte sie.

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