Lea und die goldene Feder der Schwänin
Alter 3–5
Als die Krone eines stolzen Schwans am Steg ins Schilf rutscht, versucht Lea es immer wieder, sie zu befreien, mit einem Erwachsenen in der Nähe, und gewinnt dafür eine glänzende Freundschaft.

Am Flüstersee, wo das hohe Schilf sich wiegt, hüpfte Lea den Pfad entlang, an einem goldenen Sonnentag. „Was wartet heute wohl auf mich?“, fragte sie laut. Ihr Kescher schaukelte sanft, und ihre Stiefel stapften über den Weg.
Ein Platschen und Flattern! Ein Schwan, groß und weiß, paddelte im Kreis und glitt gar nicht richtig dahin. „Oje“, rief Lea, „da stimmt doch etwas nicht!“ Die Schwänin Perla neigte den Kopf, als läutete ein besorgtes kleines Glöckchen.
„Meine Krone!“, murmelte Perla. „Sie ist mit einem Plumps ins Schilf gerutscht und treibt immer weiter!“ Lea spähte aufs Wasser, wo goldenes Licht blitzte, im Grün gefangen wie ein kleiner, verhedderter Traum.



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