Felix und das flüsternde Rätsel der Bibliothek
Alter 6–8
Als Felix in einem alten Atlas eine geheimnisvolle Karte entdeckt, muss er eine Spur aus Zahlen und Buchstaben durch alle Stockwerke der alten Bibliothek verfolgen, bevor die Frist am Freitag den geliebten Lesesaal für immer schließt.

Die Whitfield-Bibliothek roch nach Papier und Geheimnissen. Felix in seiner senfgelben Cordjacke und den braunen Stiefeln liebte sie am meisten an ruhigen Nachmittagen, wenn die Regale vor lauter Geschichten zu summen schienen. Doch an der Tür hing schief ein Kranz aus getrockneten Blumen. Herr Winkler hatte ihn aufgehängt, denn bald kam der allerletzte Freitag für den Lesesaal. Da drehte sich Fel
Im Atlasraum blätterte Felix in einem riesigen alten Atlas und suchte nach Hinweisen auf die Geschichte der Bibliothek. Zwischen den Seiten rutschte ein vergilbtes Kärtchen heraus. Darauf standen statt Zahlen seltsame, leuchtende Dezimalpunkte. „Was bist du denn?“, flüsterte er, die Lupe schon in der Hand. Die Sonne fiel tief über den Boden. Nur noch zwei Stunden bis zum Schließen!
„Das sind Signaturen!“, sagte eine Stimme hinter ihm. Es war Lotta mit ihrer roten Baskenmütze und ihrer bekritzelten Umhängetasche. Ihre Sommersprossen tanzten, so breit grinste sie. „Jedes Buch hier hat eine. Sie verrät dir genau, wo es im Regal wohnt.“ Felix grinste zurück. „Dann ist dieses Kärtchen eine Karte in der Karte.“ Zusammen rannten sie zum Zettelkatalog, und die Uhr an der Wand tickte



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