Noah und der Fall mit dem angeschlagenen Reifen

Alter 6–8

Als das Fahrrad von Noah aus dem Fahrradständer der Schule verschwindet, schnappt er sich eine Lupe und folgt der verräterischen Reifenspur mit dem Zahn quer über den Schulhof, um das Rätsel zu lösen.

Das Cover von „Noah und der Fall mit dem angeschlagenen Reifen“

Noah bremste scharf am Fahrradständer, die Turnschuhe schrammten über den Boden. Weg! Sein glänzendes Fahrrad, das heute Morgen noch genau hier gestanden hatte, war spurlos verschwunden. „Nell“, flüsterte er, „hier ist etwas Seltsames passiert.“ Nells Papierohren schossen steil in die Höhe, und tief in seiner kleinen Brust grollte ein neugieriges Knurren. Das war ein Fall für eine richtige Ermittl

Er kniete sich langsam hin, die Knie auf dem warmen Boden. „Ein guter Detektiv rät nie“, sagte er. „Ein guter Detektiv schaut genau hin.“ Gleich da im weichen Staub zog sich eine dünne, geschwungene Reifenspur entlang. Er holte seine Lupe heraus und beugte sich dicht darüber. Eine winzige Kerbe unterbrach die glatte Linie, wie ein fehlendes Puzzleteil, klein und doch unverkennbar.

„Ein angeschlagener Zahn!“, sagte er. „Dieser Reifen hat ein kaputtes Stück, genau da. Wenn ich dieses kaputte Stück wiederfinde, weiß ich, dass es die Spur von MEINEM Fahrrad ist.“ Er zeichnete die Kerbe sorgfältig in sein Notizbuch, die Zungenspitze vor lauter Konzentration zwischen den Lippen. Nell wedelte kräftig mit dem Schwanz, bums-bums-bums auf dem Boden, bereit, der Spur zu folgen, wohin

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