Clara und das vertauschte Gemälde

Alter 6–8

Bei einem Schulausflug in die große Stadtgalerie riecht Clara mit ihrer feinen Nase einen Hinweis, den sonst niemand bemerkt – und muss den Mut finden, den Mund aufzumachen, bevor der geheime Tausch eines Kunstfälschers für immer unentdeckt bleibt.

Das Cover von „Clara und das vertauschte Gemälde“

„Flügel drei, ihr Lieben – hier sind unsere ältesten Schätze!“, rief Nina und führte die Klasse durch den hallenden Marmorsaal. Clara hüpfte voraus, die Lupe an der grünen Schnur schwang hin und her, und sie staunte mit großen Augen über jeden goldenen Rahmen. Dieser Ausflug fühlte sich schon jetzt aufregend an. Welche Schätze warteten wohl gleich hinter der nächsten Ecke?

Sie blieben vor einem riesigen Bild eines strengen alten Kapitäns stehen, gemalt im Jahr 1850. „Das ist mein Lieblingsbild“, sagte Nina stolz. Clara trat ganz nah heran, nahm die Lupe von der Schnur und betrachtete die gemalten Augen des Kapitäns. Irgendetwas an dem Bild machte sie neugierig – aber was nur?

Da schnupperte Clara. „Moment … es riecht nach Farbe“, flüsterte sie. „Nach frischer Farbe.“ rümpfte ebenfalls die Nase. „Alte Gemälde riechen doch nicht so, oder?“ Clara schüttelte langsam den Kopf, dass die Zöpfe flogen. „Nasse Farbe lügt nicht“, murmelte sie, halb zu sich selbst. Mit dem Bild des Kapitäns stimmte etwas ganz und gar nicht.

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