Das Sternenrätsel von Clara

Alter 6–8

Als eine geheimnisvolle durchlöcherte Karte ankommt, entdeckt die rätselliebende Clara, dass sie eine geheime Himmelskarte birgt, die sich nur im Lampenlicht lesen lässt, und die sie Schritt für Schritt zu einem versteckten Schatzkästchen zwischen den Wurzeln einer Eiche im Park führt.

Das Cover von „Das Sternenrätsel von Clara“

Clara liebte Rätsel mehr als fast alles andere. Als sie also auf der Fußmatte einen Umschlag fand, ohne Namen, ohne Briefmarke, nur mit einer schwarzen Karte darin, in die winzige Löcher gestochen waren, klopfte ihr Herz wie wild. „Milo“, flüsterte sie, „das ist ein echtes Rätsel.“ Milo blinzelte langsam, und Clara beschloss, dass das „Ja“ hieß.

Oben in ihrem Dachzimmer drehte Clara die Karte hin und her. Sie sah nach nichts aus, nur ein schlichtes schwarzes Rechteck mit ein paar gestanzten Punkten. Aber Clara hatte einmal gelesen: Nichts ist erst dann wirklich nichts, wenn man ein Licht darauf scheinen lässt – vorher weiß man es nicht. „Einen Versuch ist es wert“, sagte sie. Milo gähnte ein einziges Wort: „Natürlich.“

Clara knipste die Messinglampe an und hielt die Karte zwischen die Glühbirne und die Wand. Winzige Sterne erblühten auf der Tapete, funkelnd und verstreut, als wäre ein ganzer Nachthimmel ins Zimmer gesprungen! „Milo, schau!“, hauchte sie, ihre Stimme war kaum zu hören. „Das sind nicht nur Punkte, das ist ein Himmel!“

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