Noah und der stille Held

Alter 6–8

Beim großen Meilenlauf der Schule wird Noah Vierter, doch dann dreht er um und läuft zurück auf die Bahn, um dem allerletzten Läufer ins Ziel zu helfen.

Das Cover von „Noah und der stille Held“

Die ganze Schule summte wie ein Glas voller Bienen. Heute war der Meilenlauf. Noah band sich das dunkelblaue Stirnband fest und stellte sich an die weiße Startlinie. Das Herz pochte wie eine Trommel, und er war bereit loszurennen.

„Auf die Plätze!“, rief Trainerin Becker. „Fertig ... LOS!“ Die Turnschuhe donnerten über die Bahn. Noah stieß sich kräftig ab, die Arme pumpten, der Wind war kühl in seinem Gesicht. Hinter sich hörte er, wie Lukas' Füße auf den Boden klatschten. Lukas atmete schon schwer.

Runde um Runde brannten Noah die Beine wie Feuer. „Linker Fuß, rechter Fuß“, flüsterte er sich selbst zu, im Takt seiner Schritte. Ein Blick über die Schulter: Lukas blieb schon weit hinten. Aber die Ziellinie rief, und Noah lief weiter.

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