Noah und der Fahrrad-Reparatur-Tag

Alter 6–8

Als bei einem kleinen Nachbarsjungen die Fahrradkette abspringt und ihm den Nachmittag verdirbt, schnappt sich Noah seinen treuen Werkzeugkasten, hofft, dass er es wirklich allein schafft, und bringt die Kette geduldig Glied für Glied wieder in Ordnung.

Das Cover von „Noah und der Fahrrad-Reparatur-Tag“

Noah rollte mit seinem Rad langsam an der großen Eiche vorbei. Im Korb klapperte der Werkzeugkasten aus Blech. Einmal hatte er ein quietschendes Gartentor repariert und auch ein wackliges Wagenrad, aber immer hatte ihm jemand über die Schulter geschaut. Heute fragte er sich: Konnte er etwas ganz allein reparieren, von Anfang bis Ende?

„WARTE! WARTE!“, jammerte jemand. Lukas stand starr an der Backsteinmauer. Sein kleines rotes Fahrrad lag schief auf der Seite, und die Kette hing schmierig und lose herunter wie eine kaputte Halskette. „Es ist einfach stehen geblieben!“, sagte Lukas, und seine Lippe zitterte. „Jetzt kann ich nicht in den Park fahren. Die anderen sind schon alle dort, ohne mich!“

Noah sprang von seinem Rad und kniete sich neben das von Lukas. Pepper schnupperte an der Kette und winselte besorgt. Zuerst sah das verbogene Schutzblech schlimm aus, als wäre etwas abgebrochen. Aber als Noah genauer hinsah, erkannte er die Wahrheit. Die Kette war gar nicht gerissen. Sie war einfach von den Zähnen des Zahnrads gerutscht.

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