Paul und die sanfte Stimme in der Eichenstraße

Alter 6–8

Als Paul den Hund des Nachbarn ausgebüxt und verängstigt hinter einem Zaun findet, merkt er: Echter Mut klingt wie ein Flüstern, nicht wie ein Schrei.

Das Cover von „Paul und die sanfte Stimme in der Eichenstraße“

In der Eichenstraße roch es nach Herbstlaub und warmem Toast. Paul ging langsam nach Hause und kickte einen Tannenzapfen vor sich her. Die Pfeife an seiner Schnur hüpfte bei jedem Schritt. Da hielt ihn plötzlich ein Geräusch fest: ein hohes, ängstliches Bellen, immer wieder, hinter Herrn Brandts Zaun. Sein Herz machte einen kleinen Satz.

Paul spähte durch den Zaun und sah , den kleinen Terrier des Nachbarn. Er war in die Ecke beim Schuppen gedrängt, ganz ohne Leine. Sein Fell war gesträubt, und er zitterte am ganzen Körper wie ein Blatt im Wind. „Ganz ruhig“, flüsterte Paul durch die Latten. „Ich sehe dich. Es ist alles gut.“

Das Herz von Paul pochte wie eine Trommel. Alles in ihm wollte laut schreiend losrennen und Hilfe holen. Aber er erinnerte sich an etwas aus der Schule: Ein ängstliches Tier braucht Ruhe, keinen Lärm. Also atmete er einmal langsam tief ein, und dann noch einmal.

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