Lea und die Beschützerin der Pausenbank
Alter 6–8
Als Gerüchte über einen Freund die Runde machen, der gar nicht da ist, um sich zu wehren, muss Lea entscheiden: Bleibt sie still auf der Bank sitzen oder sagt sie den einen Satz, der alles verändern kann?

Für Lea war die Pause die liebste Stunde. Die Holzbank unter der Eiche war ihre Kommandozentrale. Von dort aus konnte sie den ganzen Schulhof sehen, voller Spiele und Lachen. Heute fühlte sich irgendetwas anders an. Eine Gruppe Kinder stand flüsternd beim Klettergerüst und sah sich immer wieder um.
ließ sich neben Lea auf die Bank fallen, ganz außer Atem vom Fangenspielen. „Hast du das von Milo gehört?“, flüsterte sie. „Er ist krank zu Hause. Manche sagen, er tut nur so, weil er Angst vor dem großen Völkerballspiel hat.“ Lea bekam ein komisches Kribbeln im Bauch.
Sie wusste, dass das nicht stimmte. Milo hatte ihr gestern von seinem wackelnden Zahn erzählt und dass er Fieber bekam. Aber das Getuschel beim Klettergerüst wurde lauter. Hände wurden vor den Mund gehalten. Blicke huschten zu Milos leerem Platz in der Reihe.



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