Der Weg nach Hause für Lea
Alter 6–8
Als ein umgestürzter Baum die Wegmarkierungen verdeckt und Nebel über den Berg zieht, muss Lea auf ihre Karte, ihre Pfeife und ihr eigenes ruhiges Herz vertrauen, um ihre Familie sicher ins Tal zurückzuführen.

Lea wanderte für ihr Leben gern mit der Familie – am liebsten, wenn sie die Karte lesen durfte. Heute führte der Weg einen Kiefernberg hinauf, zu einem felsigen Aussichtspunkt. „Bleibt immer bei den Markierungen!“, rief Opa Heinz von weiter vorn und klopfte mit seinem Stock an einen gelb gestrichenen Pfosten. Lea nickte und klopfte auf die Karte in ihrer Westentasche.
Immer weiter ging es bergauf. schnupperte an Kiefernzapfen und wedelte mit dem Schwanz. Opa Heinz' gepfiffene Melodie hallte von den Felsen wider. Dann – KRACK! – lag eine riesige umgestürzte Kiefer quer über dem Weg, ihre Wurzeln waren aus der Erde gerissen. Der nächste gelbe Pfosten war nirgends zu sehen.
Sie kletterten über den Stamm und gingen weiter – aber wo ging der Weg lang? Links zu den Felsbrocken oder rechts zu den Bäumen? Niemand war sich mehr so richtig sicher. Lea spürte ein Kribbeln im Bauch, und sogar ließ die Ohren hängen.



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