Luis und die winzige Welt im Teichtropfen
Alter 6–8
Als Luis einen winzigen Tropfen Teichwasser auf den leuchtenden Bildschirm eines digitalen Mikroskops gibt, stellt er sich vor, zu schrumpfen und mit einem kichernden Pantoffeltierchen, einer schüchternen Amöbe und einem großspurigen Bärtierchen namens Trampel zu schwimmen und ein ganzes verborgenes

„Ein winziger Tropfen ... und eine GANZE Welt!“, flüsterte Luis und tupfte mit der Bleistiftspitze einen Tropfen Teichwasser auf das Glasplättchen des digitalen Mikroskops. Der Bildschirm flackerte und leuchtete dann hellgrün auf. Er beugte sich ganz nah heran, sein Anhänger aus Messing schaukelte, und seine Augen wurden riesengroß vor Staunen. Was konnte sich nur in so wenig Wasser verstecken?
Das Bild auf dem Bildschirm wurde größer, 40-mal, dann 100-mal! Winzige Gestalten wackelten ins Bild. „Kleiner als die Spitze einer Wimper“, las Luis laut vor und kritzelte Zahlen in sein Notizbuch. Plötzlich legte sich das Leuchten wie warmes Wasser um ihn, und die Küche verschwand. Ein winziger Tropfen ... und eine GANZE Welt!
Als das Licht sich beruhigt hatte, schwebte Luis mitten im Tropfen, klein wie ein Staubkorn, und trieb an leuchtenden Algenfäden vorbei. Ein rundes, pummeliges Wesen stampfte auf acht kurzen Beinchen vorbei. „Ich heiße Trampel!“, rief es stolz. „Ich bin das zäheste Tierchen im ganzen Tropfen, das merk dir!“



Mit Namen und Foto Ihres Kindes gestalten · Die Geschichtenbibliothek ansehen