Leon und die Brücke aus hundert Dreiecken

Alter 6–8

Als Leon beim Balsaholz-Brückenwettbewerb der Stadt mitmacht, muss er Dreiecke, Zug und Druck verstehen lernen, um eine Brücke zu bauen, die am Belastungstag stärker ist als alle anderen.

Das Cover von „Leon und die Brücke aus hundert Dreiecken“

In Kleinbalkenstadt trafen sich jeden Herbst große und kleine Baumeister zur Brücken-Belastungsmeisterschaft. Leon stand in seiner senfgelben Weste und den hochgekrempelten Jeans-Latzhosen vor dem Anmeldeplakat an der Werkstatt-Scheune. „Eine Brücke, die das Hundertfache ihres eigenen Gewichts trägt“, flüsterte er. „Das ist mein Traum.“ Neben ihm grinste Mika. „Dann bauen wir diesen Traum, Leon!“

In der Werkstatt-Scheune schwang sich Professor Zwirbel auf einen Dachbalken, die Brille blitzte. „Eine starke Brücke besteht aus klugen Dreiecken, die sich an den Händen halten“, sagte er. „Rechtecke wackeln. Dreiecke wackeln nie.“ Leon, die senfgelbe Weste voller Sägespäne, legte den Kopf schief. „Zeig es mir“, sagte er und griff nach einer Handvoll Balsaholz-Stäbchen.

Leon steckte vier Stäbchen zu einem Quadrat zusammen und schubste es sanft an. Es kippte zur Seite wie ein müder Riese. Dann legte er drei Stäbchen zu einem Dreieck und schubste genauso fest. Es rührte sich keinen Millimeter. „Dreiecke wackeln nie!“, lachte er mit großen Augen über seine Entdeckung. Professor Zwirbel nickte. „Genau richtig.“

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