Mia und die Bienen-Drohne Brummel
Alter 6–8
Als ein plötzlicher Frost die Bienen des Obstgartens im Stock festhält, baut Mia einen summenden Schwarm winziger Drohnen mit borstigen Bäuchen, die jede Apfelblüte bestäuben sollen, bevor die Blüten fallen.

Frost glitzerte auf jeder Apfelblüte wie Zucker auf Naschwerk. Drinnen im Holzstock blieben die Bienen zusammengerollt und still liegen, viel zu kalt zum Fliegen. „Ohne Bienen gibt es dieses Jahr keine Äpfel“, seufzte Oma Hilde, und ihr Atem stieg weiß in die Kälte. Mia starrte auf den stummen Stock, das Kinn fest vorgeschoben. „Dann brauchen wir Helfer, die keine Angst vor Kälte haben“, sagte sie
In der roten Werkstatt im Schuppen breitete Mia Zahnräder, Drahtspulen und eine weiche Rolle Rosshaar aus Oma Hildes alten Pinseln aus. „Bienen tragen den Blütenstaub an ihren pelzigen Beinchen“, flüsterte sie und drehte einen winzigen Motor in ihrer Hand hin und her. Dabei dachte sie ganz fest nach. Ein Plan begann in ihrem Kopf zu summen, und mit jedem Zahnrad, das sie drehte, wurde er lauter. „
Borste für Borste klebte Mia weiches Rosshaar an den runden Bauch einer kleinen Drohne und summte dabei leise ihr neues Lied. „So, schön flauschig und startklar“, murmelte sie. Die Glasperlenaugen der Maschine blinzelten auf, und die Flügel surrten zu einem wackeligen Probeflattern. Da fing Mia sie sicher in ihrer offenen Hand auf und grinste.



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