Clara und das Wunderbein für Barnaby, die Eule
Alter 6–8
Als eine gerettete Schleiereule nach einer Verletzung das Gleichgewicht verliert, verwandelt Clara eine Werkstatt voller Zahnräder und Klebstoff in ein Labor für Biomedizintechnik und stellt sich ihren eigenen Zweifeln, um Barnaby eine brandneue Kralle zu entwerfen.

Im Tierheim Wiesengrund fand Clara in ihrer senfgelben Cordlatzhose und dem gestreiften Shirt die Schleiereule Barnaby. Er kauerte im Heu, ein Bein in einen weißen Verband gewickelt. „Er kann seine Stange nicht mehr festhalten“, sagte Dr. Fenwick leise. Barnaby blinzelte mit seinen großen dunklen Augen und wackelte, und Clara spürte ein Ziehen in der Brust. „Dann helfe ich ihm, wieder zu stehen“,
„Sein altes Bein ist schief verheilt“, erklärte Dr. Fenwick und strich sanft über den Verband. „Er braucht etwas Neues, worauf er sich balancieren kann.“ Clara holte ihre Messinglupe heraus und hielt sie ein Stück vom Auge weg, damit sie trotzdem klar sehen konnte. Sie betrachtete jede Schuppe und jede Sehne an Barnabys gesundem Bein. „Ich muss genau sehen, wie eine Kralle greift“, sagte sie, „bev
Am Nachmittag zeichnete Clara in der Werkstatthütte Krallenformen auf ein Klemmbrett. „Drei Zehen, genau wie bei Barnaby“, murmelte sie, radierte und zeichnete neu, „und sie darf nicht einfach steif sein, sie muss sich biegen!“ Was, wenn sie es falsch machte? Draußen vor dem Fenster sah Barnaby aus seinem Käfig zu und legte bei jedem Kratzen des Bleistifts den Kopf schief, als wollte er fragen: Bi



Mit Namen und Foto Ihres Kindes gestalten · Die Geschichtenbibliothek ansehen