Clara und der Sturm über Glockenhafen

Alter 6–8

Als wirbelnde Wolken auf dem Satellitenbild auftauchen, muss die junge Wetterforscherin Clara die geheimen Zeichen des Himmels rechtzeitig lesen, um eine Stadt am Meer zu warnen, bevor der Sturm das Wasser über ihre Ufer treibt.

Das Cover von „Clara und der Sturm über Glockenhafen“

Jeden Samstag stieg Clara die Wendeltreppe des alten Leuchtturms hinauf, um Matthias zu besuchen, den Wetterforscher des Hafens. „Gibt es heute Stürme?“, fragte sie und tippte auf ihren silbernen Wetterscanner. „Schau zum Himmel, vertrau den Zeichen“, murmelte Clara, ihr Lieblingsspruch. „Lass uns das Satellitenbild ansehen“, sagte Matthias und schaltete eine Wand voller leuchtender Bildschirme an

„Dieser Wirbel ist ein tropischer Sturm“, erklärte Matthias. „Satelliten ganz weit oben im Weltall machen alle paar Minuten Fotos von den Wolken, wie eine Kamera am Himmel.“ Clara trug ihre türkisfarbene Jacke und beugte sich näher heran. Sie roch die salzige Morgenluft, die durchs Fenster hereinwehte, während der Wirbel immer weißer und dichter wurde. „Er wird größer“, flüsterte sie. Draußen krei

„Satelliten zeigen uns die Wolken“, sagte Matthias, „aber um den Wind im Inneren des Sturms zu sehen, brauchen wir auch das Radar am Boden.“ Er trat hinter das Pult und schaltete auf einen zweiten Bildschirm um, der in wirbelnden Farben leuchtete wie ein bunt gestreiftes Windrad. „Das ist das Doppler-Radar“, sagte er. „Es horcht auf den Wind, ganz von hier unten vom Boden aus.“

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