Das Windpark-Kontrollzentrum von Emilia

Alter 6–8

Als eine wilde Sturmböe das Stromnetz an der Küste zu überlasten droht, baut Emilia einen Modell-Windpark und findet das Muster, das fünfzig echte Windräder im Gleichgewicht hält, damit in der Stadt die Lichter anbleiben.

Das Cover von „Das Windpark-Kontrollzentrum von Emilia“

Emilia mochte windige Tage am allerliebsten. Sie stand auf dem Pier, und ihr Windmesser aus Messing klickte in ihrer Hand. Weit draußen in der Bucht drehten sich fünfzig riesige Windräder. „Mehr Wind heißt mehr Strom“, flüsterte sie. Heute fühlte sich der Wind wild an. Mit jeder Sekunde wurde er stärker.

Vom Leuchtturm dröhnte ein Horn. Nella stürmte heraus und winkte Emilia hinein. „Die Böe ist zu stark!“, rief sie. „Wenn sich die Windräder zu schnell drehen, fällt vielleicht das ganze Stromnetz aus!“ Emilia klopfte das Herz bis zum Hals. Aufregung und Sorge, beides auf einmal.

Emilia rannte atemlos hinein. Im Kontrollraum summte es. Die Bildschirme flackerten rot, und auf dem wandgroßen Modell des Windparks drehten sich fünfzig kleine Windräder wild durcheinander. „Wir brauchen ein Muster“, sagte Nella, „damit kein Windrad auf einmal zu viel Wind abbekommt.“ Emilia machte große Augen, ganz konzentriert.

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