Lea und die Schwebekapsel

Alter 6–8

Lea baut für das Röhrenbahn-Rennen der Schule eine schwebende Kapsel und ordnet die Magnetstreifen so lange neu an, bis sie ganz ohne Räder leise und schnell dahingleitet.

Das Cover von „Lea und die Schwebekapsel“

„Heute ist die Kapsel-Challenge!“, rief Milo und hüpfte auf den Zehenspitzen. Lea hielt eine glatte, aluminiumfarbene Kapselhülle fest, glänzend und leicht wie ein Blatt. „Ich wollte schon immer etwas bauen, das wirklich fliegt“, sagte sie und schaute die lange Glasröhrenbahn entlang, die sich wie ein riesiges silbernes Band bis zur karierten Zielflagge schwang.

„Meine Kapsel muss durch die Luft gleiten wie ein Regentropfen“, sagte Lea und drehte die Hülle in ihren Händen. Ihr Gesicht strahlte. Trainerin Renatas Hand fuhr sanft über die Rundung der Kapsel. „Rund schlägt eckig“, sagte sie. „Je glatter die Form, desto weniger bremst die Luft.“

Lea schmirgelte die kleine Kapsel und rundete jede scharfe Kante ab. Ihr Gesicht strahlte bei der Arbeit. „Glatter, glatter“, flüsterte sie. Milo hielt seine eigene eckige Kapsel in den Luftstrom eines Ventilators. Sie wackelte und polterte. „Siehst du?“, sagte Lea. „Eckige Formen fangen mehr Luft. Meine muss ein Regentropfen werden.“

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