Leon und die Sternen-Flickendecke
Alter 3–5
Leon findet im Garten einen schwach leuchtenden kleinen Stern und näht aus Mondlichtfäden und Freundlichkeit eine Zauberdecke, die dem Nachthimmel sein Funkeln zurückgibt.

Hoch oben auf dem Dach war die Nacht ganz still, doch die Sterne waren verblasst. Leon sah zum leeren Himmel hinauf, wo der Mond zum Spielen davongezogen war. Da sah er einen winzigen, flackernden Funken sanft ins Gras fallen.
Der kleine Stern zitterte, sein Licht wurde schwächer und schwächer. Leon kniete sich auf die Holzdielen und hielt vor Schreck den Atem an. Behutsam streckte er die Hand aus, um dem kleinen Licht zu helfen, und bot ihm ein kuscheliges Plätzchen an, wo es sich vor der Nacht verstecken konnte.
„Ich mache dir eine Decke“, flüsterte Leon leise und sanft. „Eine Decke aus Träumen und Silberfäden, damit du wieder leuchten kannst.“ Er holte seinen Stickrahmen und das goldene Garn, setzte sich unter den samtigen Himmel, und der Abendwind wehte um ihn herum.



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