Emilia und der Uhrwerkwald
Alter 6–8
Mit Zahnrädern, Federn und ruhigen Händen baut Emilia einen schimmernden Wald, der sich von selbst aufzieht, das dunkle Tal erhellt und eine verirrte Eule zurück zu ihrem Nest führt.

Emilia liebte es, wie Zahnräder ineinandergreifen. Klick, klack, dreh! Sie saß im Stillen Tal und hielt ihren Aufziehschlüssel in der Hand. Da sah sie einen kleinen Kauz namens Brummel, der im Dunkeln blinzelte und den Weg nach Hause suchte. Emilia beschloss, ihm zu helfen.
Zuerst baute Emilia einen hohen Baum aus Messing. Sie setzte die Zahnräder in den Stamm und drückte die Feder tief hinein. Dann drehte sie ihren Schlüssel. Der Baum knarrte, und dann fing er an zu ticken, tick, tick, tick, und seine Blätter aus Metall drehten sich.
Der Messingbaum leuchtete in sanftem, bernsteinfarbenem Licht. Er sah nicht aus wie ein richtiger Baum, aber er war warm. Brummel flatterte näher, und in seinen großen Augen spiegelte sich der goldene Schein. Das Ticken schien ihm zu gefallen.



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